Netzimplantate Hernienchirurgie

TiMESH®

Das TiMESH®-Netzimplantat eignet sich in der Hernienchirurgie für alle Hernienarten und OP-Techniken inkl. IPOM. Dank herausragender Biokompatibilität ermöglicht das Herniennetz eine verbesserte Lebensqualität und eine kürzere Rekonvaleszenz.

Vorteile

Herausragende Biokompatibilität  Das Netzimplantat ist titanisiert, besonders leicht und hydrophil und deshalb hervorragend biokompatibel.

Ausgezeichnete Lebensqualität bei kürzerer Rekonvaleszenz  Die hervorragende Biokompatibilität ermöglicht minimalste Entzündungsraten, Schrumpfung und Migration sowie kürzere Rekonvaleszenz. Das Implantat wird nicht als Fremdkörper wahrgenommen. Postoperative Schmerzen werden vermieden.

Weltweit einzigartige Technologie  Das bei der Herstellung angewandte nano-technologische Veredelungsverfahren zur kovalenten Bindung  zwischen Titanoxidoberfläche und Polypropylen ist patentgeschützt und damit weltweit einzigartig.

Produkte nach Kundenwunsch  Individuelle Netzimplantate nach Kundenwunsch ergänzen das breite, indikationsspezifische Portfolio von Netzimplantaten. Möglich wird dies durch ein spezielles Zulassungsverfahren für sog. Customized Produkte.

Details
  • Lasergeschnittene Kanten
  • Großporige Struktur
  • Monofiles Gewirke
Hersteller

pfm medical titanium gmbh

Höfener Straße 45

90431 Nürnberg, Germany

Techn. Daten
  • Titanisiertes Weichgewebeverstärkungsimplantat zur Hernienreparation
  • Material: Polypropylen mit kovalent gebundener, titanisierter Oberfläche
  • Schichtdicke der Titanisierung: ca. 30 – 50 nm
  • Gewirke: aus monofilamenten Fäden
  • Kanten: lasergeschnitten, abgerundet
Eigenschaften


extralight

light

strong

Gewicht

16 g/m2

35 g/m2

65 g/m2

Stärke (DIN EN ISO 5084)

0,20 mm

0,30 mm

0,45 mm

Porengröße

≥ 1 mm

≥ 1 mm

≥ 1 mm

Fadendurchmesser

30 dtex (65 µm)

58 dtex (90 µm)

103 dtex (120 µm)

Porösität 2D

73 %

61 %

53 %

Porösität 3D

91 %

87 %

82 %

Physiologische Elastizität bei 16 N/cm

34 %

21 %

17 %

Physiologische Elastizität bei 32 N/cm

-

38 %

29 %

Haltekraft (Kugelberstprobe)

26 N/cm

47 N/cm

62 N/cm

Abmessungen (a x b, mm)

extralight

light

strong

100 x 150

100 x 150

100 x 150

150 x 150

150 x 150

150 x 150

150 x 200

150 x 200

150 x 200

300 x 300

300 x 300

Praxis

Implantation

Zur Behandlung aller Hernienarten (inguinal, inzisional, ventral, umbilical, femoral, parastomal, hiatus) eignet sich TiMESH® sowohl für die offene als auch die laparoskopische Implantation (z. B. TAPP, TEP).

Zur Behandlung von inzisionalen Hernien mit TiMESH® gibt es folgende Implantationsmöglichkeiten:

  1. in das Peritoneum
  2. zwischen Bauchwand und Peritoneum
  3. vor der tiefen Muskelschicht
Wissen

Titanisierung

Ein Prozess zur Metallisierung komplexer Bauteile und gleichzeitiger Erzielung haftfester Verbindungen ist das CVD-Verfahren (chemical vapor deposition). Da bei diesem Verfahren jedoch die Temperatur über 150 °C liegt, scheidet es für viele,  unter dieser Hitze nicht formbeständigen prothetischen Materialien (z. B. Polypropylen) aus.

Daher erfolgt die Titanisierung von Kunststoffimplantaten in einem speziellen Plasmabeschichtungs-Verfahren, dem sogenannten PACVD-Verfahren (plasma activated chemical vapor deposition), bei niedriger Temperatur.

Als Plasma bezeichnet man ein angeregtes (ionisiertes) Gas. Die Atome/Moleküle darin sind hochenergetisch. Dennoch ist das Plasma nicht heiß. Im Alltag ist Plasma beispielsweise aus Leuchtstoffröhren bekannt. Die elektrisch angeregten Gasbestandteile emittieren aufgrund ihrer hohen Energie Licht und die Leuchtstoffröhre bleibt kalt.

Zur Titanisierung wird gasförmiges Titan als sog. Precursor in die Beschichtungskammer eingebracht. Durch die Zufuhr von Energie in Form eines Plasmas, wird der Precursor in einzelne ionisierte Atome gespalten. Diese ionisierten Titanatome besitzen an der Oberfläche freie Elektronen.

Neben dem Precursor regt das Plasma auch die Oberfläche der Kunststoffimplantate an, so dass sich auch hier freie Elektronen an der Oberfläche befinden. Durch den Kontakt der ionisierten Titanatome mit der ebenfalls ionisierten Implantatoberfläche gehen die jeweils freien Elektronen kovalente Bindungen ein. Kovalente Bindungen gelten als die stärksten chemischen Verbindungen, weshalb das Titan mit dem Kunststoff praktisch unlösbar verbunden ist.

Somit wird ein Verbundmaterial geschaffen, an dessen Oberfläche sich eine nur ca. 30 – 50 nm (1 Nanometer = 1 Millionstel Millimeter) dünne, hoch biokompatible Titanschicht befindet. Die Schicht ist so dünn, dass sie zum einen transparent ist und zum anderen eine sehr hohe Flexibilität aufweist.

Durch die gasförmige Zufuhr des Titanprecursors gelangt dieser an alle Stellen des Kunststoffimplantates. Dieses wird somit auf der gesamten Oberfläche, also auch in Zwischenräumen komplexer Geometrien, komplett und gleichmäßig titanisiert.

Anwendungsmöglichkeiten

Indikation

TiMESH® dient der chirurgischen Versorgung von Gewebedefekten.

TiMESH® eignet sich für jede laparoskopische und offene Versorgung von direkten und indirekten Leisten-, Schenkel-, Nabel-, und Narbenhernien (einschließlich praeperitonealer und intraperitonealer Netzpositionierung) sowie für die parietale Gewebeverstärkung und die Reparation der Bauchwand.

Bestelldaten
TiMESH®
REFGewichtGrößeVPE
600000135 g/m²10 cm x 15 cm3
600000416 g/m²10 cm x 15 cm3
600001635 g/m²20 cm x 15 cm1
600002916 g/m²15 cm x 15 cm1
600003035 g/m²15 cm x 15 cm3
600007335 g/m²30 cm x 30 cm1
600042565 g/m²20 cm x 15 cm3
600042665 g/m²30 cm x 30 cm1
600047065 g/m²10 cm x 15 cm3
600047165 g/m²15 cm x 15 cm3
 
 
TiMESH® - Netzimplantate Hernienchirurgie
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