Herausragende Biokompatibilität Das Netzimplantat ist titanisiert, besonders leicht und hydrophil und deshalb hervorragend biokompatibel.
Ausgezeichnete Lebensqualität bei kürzerer Rekonvaleszenz Die hervorragende Biokompatibilität ermöglicht minimalste Entzündungsraten, Schrumpfung und Migration sowie kürzere Rekonvaleszenz. Das Implantat wird nicht als Fremdkörper wahrgenommen. Postoperative Schmerzen werden vermieden.
Weltweit einzigartige Technologie Das bei der Herstellung angewandte nano-technologische Veredelungsverfahren zur kovalenten Bindung zwischen Titanoxidoberfläche und Polypropylen ist patentgeschützt und damit weltweit einzigartig.
Produkte nach Kundenwunsch Individuelle Netzimplantate nach Kundenwunsch ergänzen das breite, indikationsspezifische Portfolio von Netzimplantaten. Möglich wird dies durch ein spezielles Zulassungsverfahren für sog. Customized Produkte.
light | |
|---|---|
Gewicht | 35 g/m2 |
Stärke (DIN EN ISO 5084) | 0,30 mm |
Porengröße | ≥ 1 mm |
Fadendurchmesser | 58 dtex (90 µm) |
Porösität 2D | 61 % |
Porösität 3D | 87 % |
Physiologische Elastizität bei 16 N/cm | 21 % |
Physiologische Elastizität bei 32 N/cm | 38 % |
Haltekraft (Kugelbersttest) | 47 N |
a | b | |
|---|---|---|
Small | 70 | 100 |
Medium | 80 | 100 |
Large | 90 | 100 |
a | b | c | d | e |
|---|---|---|---|---|
70 | 10 | 35 | 68 | 10 |

TiPLUG®

TiPATCH®
Implantation
Bei indirekten Hernien wird der Bruchsack nach Präparation und Ligatur abgesetzt.
Der präperitoneale Raum lässt sich stumpf mit dem Finger um die Bruchpforte herum freilegen, um so den notwendigen Raum für das TiPLUG®-System zu schaffen.
Dieser wird mit der zentralen Öffnung um den Samenstrang bzw. das Lig. teres herumgelegt und flach im präperitonealen Raum platziert. Zusätzlich wird der TiPATCH® auf der Vorderfläche der hinteren Wand des Leistenkanals mit der Öffnung um den Samenstrang herum platziert, um eine zusätzlich bestehende direkte Hernie zu beseitigen und/oder durch die Verstärkung das Wiederauftreten einer direkten und indirekten Hernie zu verhindern. Die Enden können durch Nähte miteinander verbunden werden.
Titanisierung
Ein Prozess zur Metallisierung komplexer Bauteile und gleichzeitiger Erzielung haftfester Verbindungen ist das CVD-Verfahren (chemical vapor deposition). Da bei diesem Verfahren jedoch die Temperatur über 150 °C liegt, scheidet es für viele, unter dieser Hitze nicht formbeständigen prothetischen Materialien (z. B. Polypropylen) aus.
Daher erfolgt die Titanisierung von Kunststoffimplantaten in einem speziellen Plasmabeschichtungs-Verfahren, dem sogenannten PACVD-Verfahren (plasma activated chemical vapor deposition), bei niedriger Temperatur.
Als Plasma bezeichnet man ein angeregtes (ionisiertes) Gas. Die Atome/Moleküle darin sind hochenergetisch. Dennoch ist das Plasma nicht heiß. Im Alltag ist Plasma beispielsweise aus Leuchtstoffröhren bekannt. Die elektrisch angeregten Gasbestandteile emittieren aufgrund ihrer hohen Energie Licht und die Leuchtstoffröhre bleibt kalt.
Zur Titanisierung wird gasförmiges Titan als sog. Precursor in die Beschichtungskammer eingebracht. Durch die Zufuhr von Energie in Form eines Plasmas, wird der Precursor in einzelne ionisierte Atome gespalten. Diese ionisierten Titanatome besitzen an der Oberfläche freie Elektronen.
Neben dem Precursor regt das Plasma auch die Oberfläche der Kunststoffimplantate an, so dass sich auch hier freie Elektronen an der Oberfläche befinden. Durch den Kontakt der ionisierten Titanatome mit der ebenfalls ionisierten Implantatoberfläche gehen die jeweils freien Elektronen kovalente Bindungen ein. Kovalente Bindungen gelten als die stärksten chemischen Verbindungen, weshalb das Titan mit dem Kunststoff praktisch unlösbar verbunden ist.
Somit wird ein Verbundmaterial geschaffen, an dessen Oberfläche sich eine nur ca. 30 – 50 nm (1 Nanometer = 1 Millionstel Millimeter) dünne, hoch biokompatible Titanschicht befindet. Die Schicht ist so dünn, dass sie zum einen transparent ist und zum anderen eine sehr hohe Flexibilität aufweist.
Durch die gasförmige Zufuhr des Titanprecursors gelangt dieser an alle Stellen des Kunststoffimplantates. Dieses wird somit auf der gesamten Oberfläche, also auch in Zwischenräumen komplexer Geometrien, komplett und gleichmäßig titanisiert.
Indikation
Chirurgische Netzimplantate aus titanisiertem Polypropylen-Gewirke dienen der Versorgung von Weichgewebedefekten.
Das TiPLUG® System eignet sich hervorragend für die Versorgung direkter und indirekter Leistenhernien.
| REF | Gewicht | Größe | Material | VPE |
|---|---|---|---|---|
| 6000448 | light | small Ø 7cm | Titanisiertes Polypropylen | 3 |
| 6000451 | light | medium Ø 8 cm | Titanisiertes Polypropylen | 3 |
| 6000454 | light | large Ø 9 cm | Titanisiertes Polypropylen | 3 |