MEDCARE Symposium 2017: Ganzheitliche Betreuung von Krebspatienten mit Aszites

09/29/2017

Mehr Lebensqualität dank koordinierter ambulanter Versorgung mit Dauerdrainage und individueller Ernährungstherapie

Eine in gewohnter häuslicher Umgebung durchführbare Dauerdrainage kann für Krebspatienten mit Aszites eine schonende Alternative zu stationären Parazentesen sein und ihnen zu mehr Lebensqualität verhelfen. Mit dem Dauerdrainage-System ASEPT® ist dies effektiv und sicher möglich, bestätigte der Onkologe Dr. Thomas Wolff, Hamburg, im Rahmen eines Symposiums auf der MEDCARE in Leipzig. Voraussetzung für das Gelingen der ambulanten Therapie ist neben zuverlässigen Hilfsmitteln ein ganzheitliches Versorgungsnetzwerk rund um den Patienten. Dieses sollte sowohl die individuellen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigen als auch die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte koordiniert einbinden. 

In Folge onkologischer Grunderkrankungen entwickeln Patienten häufig einen Aszites. Die vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit im Peritonealraum verursacht oft Schmerzen, Erschöpfung und Dyspnoe. Die Behandlung von Krebspatienten mit Aszites kann sehr komplex sein und alle Beteiligten vor eine große Herausforderung stellen. Sind wegen Parazentesen wiederholt Punktionen in Klinik oder Praxis notwendig, sind diese für die Betroffenen zeitaufwändig und sehr belastend, betonte Wolff. 

Eine Dauerdrainage-Therapie ermöglicht hingegen eine effektive und für Patienten angenehmere Behandlung zu Hause. Symptome wie Luftnot lassen sich bereits während der Drainage verbessern, die eine Ableitung von Flüssigkeiten bis zu drei Litern ohne Flaschenwechsel ermöglicht. Der minimalinvasiv implantierbare Dauerkatheter wird mittels Seldinger-Technik gelegt, was das Verletzungsrisiko für innere Organe minimiert. Der kurze Eingriff kann sowohl stationär als auch ambulant unter Lokalanästhesie durchgeführt werden. Die Drainage selbst ist – nach vorheriger Einweisung – auch für Personen ohne pflegerischen Hintergrund einfach und sicher. Für den Patienten bedeutet dies weniger stationäre Aufenthalte, eine Entlastung im Alltag, mehr Selbstständigkeit sowie eine Verbesserung der Lebensqualität.

Ganzheitliches Zusammenspiel aller Schnittstellen führt zum Therapieerfolg 

pfm medical unterstützt Implanteure, rezeptierende Hausärzte, Pflegekräfte sowie Patienten und deren Angehörige nicht nur mit zuverlässigen Produkten für die häusliche Pflege. Mit einem umfassenden Serviceangebot möchte der Hersteller eine reibungslose Rundumversorgung von Krebspatienten sicherstellen. Anwendungsberater fungieren dabei als zentrales Bindeglied zwischen allen am Versorgungsprozess Beteiligten. Sie sind auf die ambulante palliative und onkologische Hilfsmittelversorgung sowie die ambulante Versorgung im nicht-palliativen Umfeld spezialisiert. 

Dies umfasst auch – falls notwendig – die Ernährungstherapie. Denn Krebspatienten erfahren oft eine Stoffwechselveränderung, verlieren Gewicht und unterliegen dem Risiko einer Mangelernährung. Ordnet der behandelnde Arzt nach erfolglosen Primärmaßnahmen wie Ernährungsumstellung, Trinknahrung oder Magensonde letztlich doch eine heimparenterale Ernährungstherapie (HPE) an, begleiten die Anwendungsberater diese Infusionstherapie, implementieren die HPE und stellen ein effektives Monitoring sicher.

Neben der persönlichen Beratung und Schulung von Pflegekräften unterstützen die Anwendungsberater beim Entlassmanagement und sorgen für eine lückenlose Anschlussversorgung. So steht ab dem ersten Tag der ambulanten Versorgung u. a. das notwendige Material beim Patienten bereit. „Im Versorgungsprozess werde ich durch die Anwendungsberater der pfm medical entlastet. Sie übernehmen beispielsweise die Koordination des gesamten Therapieablaufs von der Implantation bis zur häuslichen Behandlung und das Rezeptmanagement. So stellen sie sicher, dass das gesamte Netzwerk rund um den ambulant versorgten Patienten in dessen Sinne optimal zusammenarbeitet", erklärte Wolff. 

Quelle: Symposium der pfm medical ag „Krebspatienten mit Aszites: Mehr Lebensqualität dank ambulanter Versorgung mit Drainage, individueller Ernährungstherapie und ganzheitlicher Betreuung“, 27.09.2017,MEDCARE, Congress Center Leipzig

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Kurzprofil pfm medical ag

pfm medical gehört zu den führenden deutschen Anbietern spezieller Lösungen im Bereich Healthcare. Das 1971 gegründete Kölner Familienunternehmen ist international mit über 500 Mitarbeitern an zwölf Standorten aktiv. Im Jahr 2016 erwirtschaftete pfm medical bei einem Umsatz von 100,9 Mio. Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,5 Mio. Euro. Der Medizinprodukteanbieter hat 80 Patente, Gebrauchsmuster und Marken angemeldet. Das Unternehmen verfügt mit mehr als 3.000 Produkten über ein breites Portfolio, welches in mehr als 100 Märkten vertrieben wird. Das Angebot erstreckt sich auf die folgenden vier medizinischen Fokusfelder: Infusion (z. B. Infusionspumpen und implantierbare Portkatheter), Chirurgie (z. B. Drainagesysteme und Netzimplantate), Histotechnologie (z. B. Klingen und Laborgeräte) und kardiovaskuläre Technologien (z. B. Verschlussimplantate und Spezialkatheter). pfm medical integriert Produkte und Dienstleistungen zu einem ganzheitlichen Lösungsangebot. So schult und berät das Unternehmen Anwender wie Ärzte, Pflegekräfte, Patienten und Angehörige, und unterstützt in der Klinik sowie in der ambulanten Versorgung den jeweils optimalen Therapieverlauf. Bei der Entwicklung innovativer Lösungen in Zusammenarbeit mit führenden Medizinern und Fachpartnern orientiert sich pfm medical stets an der Verbesserung der Arbeits- und Lebensqualität von Anwendern und Patienten.

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Symposium der pfm medical ag auf der MEDCARE 2017

Eine Umstellung auf ein Dauerdrainagesystem bietet dem Patienten viele Vorteile.

Dr. Thomas Wolff, Onkologie Lerchenfeld, Palliativcareteam (PCT) Alster/Hamburg